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"Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte,
brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen."
Lewis W. Hine(1874-1940)

Wernigerode (Harz) um 1905 
(Sammlung Rohde-Enslin [#000975])

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Fotosammlung Heinz Krüger im Museum und Galerie Falkensee

[Kennziffern]

Gesamtzahl20.000
"Material"
    Papierabzüge?
    Filmnegative10.000
    Glasnegative?
    Filmdias?
    Glasdias?
"Zeiten"
    <1901?
    1901-1944?
    >194410.000
"Digitalisiert"
    Anzahl?
    Zugänglich?

"Fotosammlung Heinz Krüger" ist Teilbestand (1 von 2) von Museum und Galerie Falkensee, Falkensee


[Beschreibung 1 von 1]

Fotonachlass Heinz Krüger (1919–1980)
Laufzeit: Oktober 1949 bis Februar 1980

Personengeschichte:
Am 17. November 1919 geboren, erlernte Heinz Krüger von 1934 bis 1938 in einer Berliner Druckerei den Beruf eines Reproduktionsfotografen. Danach arbeitete er in Druckerei Ernst Steiniger in Berlin und wurde noch im ersten Kriegsjahr zur Wehrmacht einberufen, wo er bis 1945 dienen musste.
Gleich nach Kriegende kam Heinz Krüger nach Falkensee und begann im Fotoatelier Schirner. 1946 wechselte er als freier Fotograf zur Berliner Agentur „Puck-Studios – Jenseits des Üblichen“. Dieser erste private Pressedienst in Berlin wurde schnell zum Begriff für eine Fotografie, die Geist und Nerv jener Zeit nachdrücklich erfasste.
Ab 1949 war Heinz Krüger als freier Journalist tätig. 1952 wurde er Vertragsmitarbeiter der Zeitschrift „Freie Welt“, die ihren Redaktionssitz in Berlin und ein ständiges Auslandsbüro in Moskau hatte. Sie galt als die Auslands-Illustrierte der DDR. 50 Reportagereisen, auf denen ein reicher Bildfundus entstand, führten H. Krüger in nahezu alle damaligen Unionsrepubliken der Sowjetunion, in andere sozialistische Länder sowie nach Westafrika und Zypern. Daneben prägte eine umfangreiche Illustrationstätigkeit im Bereich der Volksbildung und der Familienerziehung sein Schaffen.
Heinz Krüger starb am 25. Juni 1980 in Falkensee. Sein fotografisches Œuvre gehört zum Bestand des Museums Falkensee.

Bestandsumfang und -inhalt:
Die Sammlung besteht aus rund 10.000 Negativen im Format 6 x 6 und einer kleinen Anzahl von Kleinbildnegativen und Farbdias mit entsprechenden originalen Arbeitsabzügen (Kontaktabzüge). Die Negative sind in selbstgenähten Fototaschen aus einfachem Pergament aufbewahrt, die die Ehefrau von Heinz Krüger in mühevoller Kleinarbeit fertigte. Alle Negative und Dias sind mit laufenden Nummern versehen, über die eine Zuordnung zum Findkatalog gegeben ist. Die Fotos zeigen Einzel- und Gruppenaufnahmen von Prominenten und Bürgern der DDR sowie Staatsgästen bei gesellschaftlichen Ereignissen aller Art (Empfänge, Eröffnungen, Premieren und Veranstaltungen, etc.) und dem DDR-Alltagsleben. Die als Auftragsarbeiten entstandenen Fotos entsprechen überwiegend der offiziellen Selbstdarstellung der DDR. Wie die Menschen wirklich lebten, lässt sich dennoch erahnen – neben der politisch erwünschten Fotografie finden sich auch viele sozialdokumentarische Arbeiten.
Auf zahlreichen Reportagereisen in nahezu alle damaligen Unionsrepubliken der Sowjetunion, in andere sozialistische Länder sowie nach Westafrika und Zypern für die Zeitschrift „Freie Welt“, entstand zudem eine wahre Fülle von Aufnahmen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur. Die zwischen 1952 und 1979 entstandenen Fotografien sind wichtige Dokumente des politischen, gesellschaftlichen und des täglichen Lebens dieser Zeit.
Die Sammlung enthält auch eine kleine Anzahl privater Aufnahmen der Familie Krüger.

Findmittel:
Chronologisch geordneter Findkatalog mit laufender Nummer von Heinz Krüger. Der Nachlass ist entsprechend der laufenden Nummerierung des Findkatalogs geordnet und benutzbar. Er ist bisher nicht digitalisiert.

[Quelle: Mitteilung von Museum und Galerie Falkensee, März 2011]