Fotografien im Archiv des Berliner Missionswerkes im Evangelischen Landeskirchlichen Archiv Berlin

[Kennziffern]

Gesamtzahl16.000
"Material"
    Papierabzüge?
    Filmnegative?
    Glasnegative?
    Filmdias?
    Glasdias?
"Zeiten"
    <1901?
    1901-1944?
    >1944?
"Digitalisiert"
    Anzahl?
    Zugänglich?

"Fotografien im Archiv des Berliner Missionswerkes" ist Teilbestand (1 von 1) von Evangelisches Landeskirchliches Archiv, Berlin


[Beschreibung 1 von 1]

"Die fast 170jährige Geschichte der Berliner Mission ist durch Tagebuchaufzeichnungen, Quartals- und Jahresberichte, Korrespondenzen, auch Zeichnungen, Karten sowie 16.000 Fotografien fast vollständig dokumentiert.
Zu dem großen Archivbestand gehören eine kleine Sammlung von Ethnographica und Druckplatten (Klischees). Das Archiv umfaßt 350 laufende Meter Akten.
Das Archiv mit seinen Zeugnissen der missionarischen Tätigkeit, den Quellen zur Geschichte, Kultur und Religion der einzelnen Völker, bietet eine Fundgrube für Historiker, Theologen, Ethnologen, Linguisten, Soziologen, Kulturwissenschaftler, Geographen, Sinologen, Afrikanisten sowie Wirtschafts- und Medizinhistoriker. So übergab Bundespräsident Johannes Rau im Verlauf seines Staatsbesuches in der Republik Südafrika im Januar 2002 dem südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki eine Mappe mit Dokumenten zur Arbeit der Berliner Missionsgesellschaft in Südafrika.
Die Mappe enthielt Drucke von vier ausgewählten Klischees, die in der Zeit zwischen 1860 und 1900 entstanden sind. Die Druckplatten mussten für den Nachdruck von über hundert Jahre alten Farbresten und Verschmutzungen gereinigt und auf den hölzernen Trägerplatten neu befestigt werden, ohne die feinen Gravuren der Druckplatten zu beschädigen. Vorbereitung und Einrichtung einer jeden Druckplatte nimmt etwa vier Stunden eines qualifizierten Buchdruckers in Anspruch. Die Maschinen und die dazugehörigen Fertigkeiten sind in Berlin kaum noch vorhanden.
Insgesamt befinden sich über 4000 Klischees im Archiv des Berliner Missionswerkes. Weniger aufwändig dürfte die Reproduktion der etwa 15.000 Fotos aus dem Archivbestand des Missionswerkes sein, da diese gescannt oder verfilmt werden können.
Im Rahmen des deutsch-südafrikanischen Kulturabkommens ist die Verfilmung des gesamten Aktenbestandes des Missionsarchivs gemäß dem Maßnahmenkatalog zum Schutz von Kulturgut nach der Haager Konvention vorgesehen. Derzeit wird das Material im Umfang von 350 laufenden Regalmetern geordnet und verzeichnet. Finanziert wird diese Maßnahme durch die Zentralstelle für Zivilschutz.
Eine Kopie der Sicherungsverfilmung soll einer Forschungseinrichtung in Südafrika zur dauerhaften Nutzung für Forschungszwecke übergeben werden. Die Mappe mit den vier Drucken im Reisegepäck des Bundespräsidenten war dafür der Auftakt."

"Archiv des Berliner Missionswerkes" ist Depositum im Evangelischen Landeskirchlichen Archiv Berlin (ELAB): http://www.ekbo.de/adressen/6753_2116.php

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